Vom 16. bis 19. September organisierte der Yachtclub Bielersee für 27 Jollenkreuzer-Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz einen perfekten Europacup. Acht Läufe konnten bei sonnigem Herbstwetter und eher leichten Winden gesegelt werden. Eine bis zum letzten Lauf spannende Meisterschaft.
Am 16. September um 14 Uhr fiel der Startschuss zum Europacup 2010 bei Westwindlage mit drei Beaufort. Dem mehrfachen Deutschen Meister und Europacup-Gewinner Christian Friedrich und Crew auf Toy for the boy gelang mit einem Sieg im ersten Lauf ein Auftakt nach Mass.
Dass sie im zweiten, abgekürzten Lauf einen zehnten Platz kassierten, zeigte bereits früh, wie hochkarätig die Konkurrenz war. Am Freitag erlaubten schwache und drehende Winde nur gerade eine Wettfahrt und der Blick auf die Wetterprognose verhiess nichts Gutes. Eine flache Druckverteilung kündigte ungünstige Bedingungen für die zweite Hälfte der Meisterschaft an. Doch Äolus hatte ein Einsehen und schickte am Samstagmorgen eine konstante Brise mit drei Beaufort. Damit konnten drei ungekürzte Läufe durchgeführt werden. Die beste Serie gelang GER 1399 (Flach/Schaale/Didering) mit den Rängen zwei, eins und drei.
Am Abend des dritten Wettkampftages und nach sechs gesegelten Läufen lag dann aber GER 1410 mit Witte, Borowski und Herbst drei Punkte vor Flach und Crew, da sie den Ausrutscher der ersten Wettfahrt streichen konnten. Toy for the boy folgte im Zwischenklassement mit zehn Punkten Rückstand auf die Zweitplatzierten.
Hochkarätiges Feld
Bei einer Brise mit vier bis fünf Knoten konnten am Sonntag ein voller und ein abgekürzter Lauf gesegelt werden. GER 1399 setzte sich mit einem Sieg im siebten Lauf an die Spitze des Zwischenklassements, scheiterte jedoch bei dem Versuch, Witte und Crew bereits beim Start zur achten Wettfahrt zu kontrollieren. Sie fuhren mit einem 13. Platz ihr schlechtestes Resultat ein, während das Team Witte/ Borowski/Herbst diesen letzten Lauf mit einem zweiten Platz beendete. Damit hatte es ihr Ziel erreicht: Nach dem Deutschen Meistertitel in diesem Jahr sicherten sie sich auch den Titel als Europameister.
Der große Erfolg dieser Meisterschaft ist in erster Linie den ausgezeichneten Revierkenntnissen der Wettfahrtleitung unter Kurt Frey zu verdanken, während der Schweizer Klassenpräsident Daniel Ballif die perfekte Organisation gewährleistete. Als schnellstes österreichisches Team segelten Johann Gottwald und Crew auf Platz acht. Das beste Schweizer Team mit dem ehemaligen Olympiasegler Peter Theurer sowie Jürg Nauer und Matthias Bosshart belegte den 18. Rang. Diese Platzierungen zeigen, wie hochkarätig in dieser Klasse gesegelt wird. Überraschend ist das allerdings nicht, wenn man bedenkt, wie viele ehemalige Profisegler gegeneinander antreten.
Samuel Kaeser
Vom SC Argo hatten sich drei unserer Regatta-20er auf den Weg gemacht und an der Veranstaltung mit beachtlichen Ergebnissen teilgenommen:
6 GER 1320
Jens Magdanz, Frank Sekura, Christoph Sekura
[9] [16] 6 6 7 2 5 6 32.0 6
13 GER 1313
Armin Eismann, André Reich, Bernd Altmann
14 [21] 14 14 9 [ocs] 10 7 68.5 13
17 GER 1369
Lutz Junker, Bodo Karras, Arwed Meyer
19 7 12 [dnf][dns] 15 12 16 81.0 17
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